Ghosthunter Team Ruhrpott    

 

Hier könnt Ihr unseren Bericht in den Kasematten in Geldern nachlesen der am 10.06.2017 in der Rheinischen Post erschienen ist.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/geldern/geisterjaeger-in-den-kasematten-aid-1.6874735 

Hier der Bericht so zum nachlesen.




 Geldern. Unter dem Gelderner Mühlenturm soll ein Gespenst sein Unwesen treiben. Liebevoll wurde es von den Geldernern bereits "Carlos Casamatas" genannt. Nun machten sich weitere Geisterjäger auf, das Mysterium zu ergründen. Von Christoph Kellerbach

Die Nacht brach langsam herein, als die vier Geisterjäger ihr Equipment aus dem Wagen luden und in die Kasematten unter dem Mühlenturm brachten. Mit einem großen Maß an Neugierde, aber auch Respekt schauten sie sich dabei in den Jahrhunderte alten Gängen um, die sie an diesem Freitag gründlich durchsuchen wollten.

"Wir sind durch eine andere Gruppe, die bereits hier unterwegs war, auf die Location aufmerksam geworden. Bei deren Nachforschung war ja ein Schatten entstanden, wo keiner war, und deshalb wollten wir selber einmal schauen, was es mit der Erscheinung auf sich hat", erklärte Frank Schäfer, der Co-Leiter des "Ghosthunter-Team-Ruhrpott". "Wir gehen nicht einfach wild in einen Raum und suchen nach irgendeinem Geist. Bei verschiedenen Orten, wo es spuken sollte, sind wir auch schon zu dem Schluss gekommen, dass da gar nichts war. Denn nicht jedes Knarzen des Bodens hat einen paranormalen Ursprung."

Das restliche Team an dem Abend bestand aus Jörg Häusler und Sabine Jansen, den beiden Leitern der Gruppe, sowie Clemens Kiske: "Ich bin als weiterer Ermittler und genereller Skeptiker mit dabei", meinte dieser. Die Gruppe besteht seit etwa anderthalb Jahren und war in dieser Zeit bereits sehr fleißig. Allein im vergangenen Jahr haben sie gut zehn Untersuchungen durchgeführt. Auf der Internetseite www.ghosthunter-team-ruhrpott.de kann man ihre Erlebnisse detailliert nachlesen.

Gegen 21 Uhr war die gesamte Ausrüstung in den Kasematten aufgebaut. "Wir lassen überall Kameras mitlaufen, die wir nachher auswerten", erklärte Jörg Häusler. "Dazu kommen unter anderem weitere Infrafrot-Kameras, Headcams und mehr. Zusätzlich haben wir Messgeräte wie das K 2, das Magnetfelder aufspüren kann, sollten diese hier vorhanden sein oder sich im Raum bewegen. Das K 2 sind die Geräte, die man oft auch bei sogenannten Geistersendungen sieht und bei denen dann jemand den Finger auf dem Knopf hat und dadurch Ausschläge simuliert. Über so etwas reg' ich mich immer furchtbar auf."

Raumthermometer, Multifunktionsdetektoren und noch einige andere Utensilien kamen zum Einsatz. Ebenso wurde an eine entfernte Stelle in den Kasematten ein Becken mit verschiedenen historischen Münzen und Sand gesetzt: "Das lassen wir einfach in Ruhe und schauen, ob sich nachher vielleicht irgendwas bewegt hat", verriet Sabine Jansen.

Zu Beginn der Ermittlungen stellten sich schließlich einige der Geisterjäger in eine der entferntesten Ecken der Kasematten, machten die Lichter aus und stellten erst einmal Fragen an den Geist: "Kannst du auf dich aufmerksam machen?" Darauf gab es keine Antwort.

Plötzlich hörte man: "Ich glaub', ich hab den Geist gefunden!" Alle Beteiligten rannten zu Jörg Häusler, der eine Kamera in der Hand hatte: "Äh, ich meine, dass ich wohl das Bild der anderen Gruppe erklären kann. Wenn man nämlich hinten am Eingang steht und das Licht richtig fällt, kann man durchaus so eine halbversteckte Scheme hinter dem Eingang mitbekommen." Nach dieser kleinen Überraschung machten alle mit ihren Aufgaben weiter und draußen begann es zu Donnern und zu Blitzen.

Das Mysteriöseste geschah zu später Stunde. Frank erinnerte sich: "Es war spät in der Nacht. Starke Kälte zog auf, ich fühlte plötzlich eine immense Traurigkeit in mir aufsteigen und eine unnormale Kälte am Arm. Das haben wir gleich nachgemessen und auch starke Temperaturschwankungen festgestellt." Sabine und Frank meinten danach im hinteren Raum der Kasematten etwas wahrzunehmen - fast so, als würde sich jemand dort verstecken, doch man konnte nichts Eindeutiges feststellen.

Später, bei der Auswertung von unter anderem 19 Stunden Bildmaterial und 200 Bildern, fiel ein merkwürdiges, halb unsichtbares rundes Objekt auf, das um 23:52 Uhr an der Kamera vorbeihuschte und erst in der Bewegung sichtbar wurde. Klar zu erkennen war aber nichts. Das Video kann man auf der Internet-Seite der Ruhrpott-Geisterjäger sehen. Das Fazit der Gruppe war, "dass wir eine paranormale Aktivität nicht sicher nachweisen konnten. Aber wir würden gerne noch weitere Untersuchungen in den Kasematten folgen lassen, denn es handelt sich hier um einen richtig interessanten Ort, den man weiter erforschen sollte."